Grußwort von Pfarrer Tom Seidel

Es ist nun schon der zweite Sommer, in dem uns die Folgen der Corona-Pandemie beschäftigen. Während ich diese Zeilen schreibe, sinken die Fallzahlen in unseren Orten und in Mittelsachsen leicht. Das macht Hoffnung, Hoffnung auf ein wenig mehr Normalität, nach der wir uns alle sehnen.

Ich nehme in unserer Gesellschaft, aber auch in unserer Kirchgemeinde ganz Verschiedenes wahr: Erschöpfung und Verunsicherung, Wut und Aggression, aber auch Depression und Rückzug. Es hängt wohl viel an den jeweiligen Umständen und der eigenen Verfassung.

Als tröstlich höre ich den Monatsspruch für Juli:  

Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir. (Apostelgeschichte 17,27) Gott ist bei uns in allem, was uns begegnet. Er ist nah, so sagt es Paulus in Athen. So nah, wie uns sonst nichts und niemand sein kann. Er ist bei uns, wenn es uns gut geht. Er ist aber auch in Krankheit, Not und Verzweiflung nicht weg.

Es bleibt die Frage, ob auch wir ihm nahe sind. Oder ob wir uns innerlich und äußerlich von ihm entfernt haben. In der Gefahr stehen wir als Menschen ja immer wieder.

Aber egal, wie weit wir uns von Gott entfernt haben, er bleibt nah. Und er möchte, dass auch wir ihm wieder nah kommen. Vielleicht sind unsere Gottesdienste ja eine Möglichkeit, ihm wieder nah zu kommen: auf sein Wort zu hören und ihm mit unserem Gebet zu antworten. Nicht nur allein, sondern in der Gemeinschaft der Gemeinde. Dazu möchte ich Euch in diesen schwierigen Zeiten ermutigen.

Es grüßt Sie im Namen der Kirchvorsteher und Mitarbeiter

Ihr Pfr. Tom Seidel

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