Gedanken zum Monatsspruch März

Jesus antwortete: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.
(Lukas 19,40)

Warum sollen Steine schreien, wenn wer auch immer, schweigen wird? Als ich den Monatsspruch für den März dieses Jahr so das erste Mal las, da habe ich mich schon gefragt, wie sich das mit dem Schweigen und Schreien verhält. Den Zusammenhang, aus dem der Monatsspruch stammt, war mir nicht so bekannt. Also habe ich meine Bibel geholt und den Zusammenhang nachgelesen. Er steht im Lukasevangelium 19 die Verse 37-40. Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs. Und wie sie so den Ölberg hinab gehen, fangen die Jünger an Gott mit lauter Stimme zu loben, wegen all der Wunder, die die Jünger erlebt hatten. Sie riefen:
„ Gepriesen sei, der da kommt, der König, im Namen des Herrn! Im Himmel ist Frieden und Herrlichkeit ist in den Himmelshöhen!“ Einige Pharisäer sagten zu Jesus: „Meister verbiete das deinen Jüngern doch!“ Darauf antwortet Jesus mit dem Vers, der über dem Monat März steht.


Ich frage mich, müsste auch mir verboten werden laut zu jubeln über all das, was ich so mit Jesus erlebt habe? Habe ich überhaupt was mit Jesus erlebt, das mich laut jubeln ließe?
So wie ich mich kenne, würden mich mancher sicher laut schimpfen hören über Dinge, die mir nicht passen. Aber so laut jubeln über Gottes große Taten, die ich erlebt habe, dass es für andere anstößig wäre? Das wird wohl eher nicht passieren. Warum nicht? Erlebe ich nichts mit Jesus? Oder will ich lieber nicht über meinen Glauben reden und lieber meine Ruhe haben und nicht gestört werden. Reden über alles Mögliche ist ja für mich nicht so das Problem. Aber Predigen, ja auch das geht. Merkt man aber in meinem Alltag wer mich bestimmt? Haben die Menschen neben mir Anteil an dem was ich mit Jesus erlebe? Erzählt mein Leben in Wort und Tat, dass Jesus mein Herr ist, ich ihm folge und vertraue? Das wünsche ich mir. Ob es so ist, müssen meine Mitmenschen in Familie, Gemeinde, im Freundes- und Kollegenkreis beantworten. Ich wünsche mir, dass ich gerade auch jetzt, in dieser Passionszeit vor Ostern, mit meinem Leben, mit den Worten die ich sage und den Taten die ich tue auf das große Wunder der Osterbotschaft hinweisen kann. Jesus ist für mich gestorben und auferstanden, damit ich lebe. Und das nicht nur für mich, sondern für alle Menschen um mich herum in unserer Gemeinde, in unserem Land und auf der ganzen Welt. Da möchte ich mir nicht selbst das Gotteslob verbieten und es mir auch von niemandem verbieten lassen. Ich möchte ein lebendiger Stein sein, der Gottes große Taten in die Welt hinausträgt. Daran soll mich nichts und niemand hindern.                                                                                             

So lasst uns gemeinsam das Lob über die großen Taten und Wunder Gottes in unsere Welt hinaus „jubeln“. Ich wünsche allen eine gesegnete Passionszeit und eine uns jubeln lassen werdende Vorfreude auf das kommende Auferstehungsfest zu Ostern. Sowie Ihnen und mir die Kraft und den Mut, dass uns andere laut jubeln hören, so dass sie Anstoß nehmen. Dann wissen auch wir, dass unser Jubel über die Wunder, die wir mit Jesus erlebt habe, die Welt erreicht hat.

Gottes Segen für Sie!
Ihr Tobias Stellmacher

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