Impuls Februar 2019

Wann endet eigentlich die Weihnachtszeit? Für den Einzelhandel ist diese Frage ziemlich klar: Am Heiligen Abend, danach gibt es nur noch einige Umtausche. Für das Kirchenjahr war diese Frage bis jetzt nicht so genau geklärt. Bisher war der Sonnabend vor dem Sonntag Septuagesimäe das Ende der Weihnachtszeit. Also jährlich ein anderer Termin. Mit der neuen Ordnung der Lesereihen für den Gottesdienst wurde nun der 2. Februar festgelegt. Der 2. Februar wird auch als „Maria Lichtmess“ oder „Darstellung des Herrn“ bezeichnet. Das bezieht sich auf einen Abschnitt im Lukasevangelium Kapitel 2, Verse 22 bis 39: Jesus wird nach seiner Geburt von seinen Eltern in den Tempel gebracht, um ihn dem HERRN darzustellen. Dies geschah nachden Vorschriften des Alten Testaments. Als die Eltern das Kind in den Tempelbringen, begegnen sie dabei dem alten Simeon und der Prophetin Hanna, die beideim dem Kind den Erlöser Israels erkennen und Gott dafür preisen: „Herr, nun lässt du deinen Diener in Friedenfahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, dendu bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.“   

Den Namen Lichtmess erhielt dieser Tag von dem mittelalterlichen Brauch Kerzen zu weihen undLichterprozessionen durchzuführen. Im allgemeinen Bewusstsein erlangte dieserTag früher auch seine Bedeutung, dass an ihm die Dienstboten ihre Stellenwechselten. Zudem markierte dieses Datum früher den Beginn des bäuerlichenJahres.

Weiterhin wechseln wird auch in Zukunft der Termin des Osterfestes und des darauf bezogenen Pfingstfestes: Er ist abhängig vom ersten Frühlingsvollmond. In diesem Jahr fällt er auf den 19. April. Der Ostersonntag ist immer der erste Sonntag danach: in diesem Jahr der 21. April. Der Frühlingsvollmond ist der erste Vollmond nach dem 20. März.

Pfr. Seidel